Tisa von der Schulenburg-Stiftung

Tisa von der Schulenburg-Preis 2017

7. Preisträgerin

Johanna Tiedtke

1981 in Eckernförde geboren
Lebt und arbeitet in Berlin


Tisa-Preis 2017 für Johanna Tiedtke


89 Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet bewarben sich in diesem Jahr um den Tisa-von-der-Schulenburg-Preis, der in Kooperation mit der Kulturverwaltung der Stadt Dorsten von der Tisa-Stiftung vergeben wird.

Die fünfköpfige Jury - Dr. Susanne Meyer-Büser (Kuratorin, Stiftung Kunstsammlung NRW), Joanna Schulte (freischaffende Künstlerin und Tisa-Preisträgerin 2011), Marius Babias (Leiter des Neuen Berliner Kunstvereins), Dr. Hans Jürgen Schwalm (Leiter der Kunsthalle Recklinghausen) und Dr. Rüdiger Fenne (Mitglied des Kuratoriums der Tisa-Stiftung und Kunstsammler) – sichtete und diskutierte vier Stunde lang die Bewerbungen. Nach zwei Finalrunden standen dann noch drei Künstlerinnen im Fokus: Katrin Bertram aus München, Zainab Haidary aus Bremen und einstimmig entschied sich die Jury dann für Johanna Tiedtke.

Ihre eigene Familiengeschichte brachte sie dazu, für das Unsichtbare und die ererbten Traumata der Folgegenerationen in der Kunst einen Ausdruck zu suchen, der die Bewältigung ermöglicht. Dieser Ansatz der Künstlerin ist sicherlich für die Region des Ruhrgebiets, die durch Krieg und wirtschaftliche Umstrukturierung große Verunsicherung erfährt, ein wertvoller Impuls.

Johanna Tiedtke wurde 1981 in Eckernförde geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten wurden schon in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. In ihrer Vita ist auch eine Reihe von Stipendien verzeichnet. Im Rahmen des „Studio Program“ der „Elizabeth Foundation for the Arts“ lebt und arbeitet sie z.Zt. in New York.

Für die Preisträgerin und die Stiftung wird es jetzt an eine intensive Suche gehen, um in Dorsten einen passenden Ort für die Preisverleihung zu finden. Da die Übergabe des Preises auch mit einer Präsentation ihrer Arbeiten verbunden ist, muss eine Ausstellungsmöglichkeit gefunden werden, die den technischen Anforderungen entspricht. Auf diese sicherlich spannende Auseinandersetzung, wie Vergangenheit nicht traumatische und lähmende Belastung bleibt und Zukunft optimistisch gestaltet werden kann, darf sich Dorsten freuen.


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